Unterm Kindergarten

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Ein kleiner Vogel auf seinem ersten Flug, er prallt gegen das Fenster des Kindergartens. Ein kleiner Junge begräbt ihn. Er fragt sich (wie jedes Kind): Was passiert mit dem Tier? Und was ist eigentlich im Boden unter dem Kindergarten los? Jetzt beginnt ein Spiel für zwei Schauspieler, die rasant und mit Zärtlichkeit, mit Witz und in lustigem Streit die Geschichte von vielen Wesen erzählen: von einem Wal und einer Giraffe, von einem Vater, der Angst um sein Kind hat, von Bäumen, die entwurzelt werden – und von einem Jungen, der einmal ein Vögelchen begraben hat. Der wird Architekt und entwirft Kindergärten, in denen kein Vögelchen sich an der Scheibe das Genick mehr brechen wird.

Ein Stück über die großen Fragen von Werden und Vergehen, Sterben und neuem Leben – und die Verwandtschaft von allem Leben auf der Erde.

Eirik Fauske, geboren 1982, wuchs in West-Norwegen auf, nahe der größten Erdöl-Raffinerie Norwegens, der Statoil Mongstad. Er gilt als einer der originellsten jungen Theaterautoren Norwegens. Seine Stücke bewegen sich in der Schnittstelle zwischen dem Persönlichen, dem Politischen, dem Dokumentarischen und dem Dichterischen. Er schreibt seit 2009 mit großem Erfolg Stücke, darunter „Gullalðurir” (Das Goldene Zeitalter), “Lindå” und “Krig og Fred” (Krieg und Frieden). Zwischen 2013 und 2015 war er Autor in Residenz am Norwegischen Zentrum für Neues Theaterschreiben in Oslo. Für sein Stück „Under Barnehagen“ wurde er 2011 für den renommierten Ibsen-Preis nominiert.